Terminvereinbarung unter 030 - 825 10 27

Hyperhidrosis (übermäßiges Schwitzen)

.

Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose):
Schwitzen ist ein normaler Vorgang des menschlichen Körpers. Es ist unser natürliches Kühlsystem bei körperlicher Belastung oder hohen Außentemperaturen.
Übermäßiges Schwitzen zeichnet sich durch feuchte Handflächen, schweißnasse Füße, starke Achselnässe, Schweißperlen auf der Stirn ohne dass übermäßige körperliche Anstrengung vorausging. Auslöser sind auch nicht hohe Außentemperaturen, sondern eine Fehlsteuerung im menschlichen Nervensystem. Kleinste Reize, Gefühle oder Stress können Schwitzen auslösen oder verstärken.
Für Betroffene ist dies eine starke psychische Belastung. Wer z.B. ständig nasse Hände hat meidet Händeschütteln, bei starker Achselnässe sind häufig Schweißränder in der Kleidung sichtbar, häufig verbunden mit Körpergeruch.

Behandlungsmöglichkeiten:
Auftragen von Aluminiumchlorid-Lösungen auf die betroffenen Hautbezirke:
Diese Substanz „verschließt“ die Poren. In vielen Fällen kann dies Ausreichen, bei empfindlicher Haut entstehen Hautirritationen und Reizungen. Rezepte für diese Lösungen erhalten Sie in unserer Praxis.

Anwendung von Botox®:
Botox® ist ein Medikament, das punktuell angewandt die Nervenübertragung an den Schweißdrüsen reduziert. Es wird oberflächlich in den betroffenen Bezirk der Haut eingebracht. Die Wirkung tritt am 3.-5. Tag ein und hält in der Regel 6-8 Monate an. Wiederholungsbehandlungen sind unbegrenzt möglich.

Tabletten:
Eine bestimmte Gruppe von Medikamenten, die für neurologische Erkrankungen auf dem Markt sind, haben den Nebeneffekt Schweißbildung zu reduzieren. Aufgrund der beträchtlichen Nebenwirkungen wie Sehstörungen, trockener Mund und Müdigkeit werden sie nur in Ausnahmefällen verordnet.

Operative Entfernung der Schweißdrüsen:
Ähnlich der Fettabsaugung erfolgt dieser Eingriff in örtlicher Betäubung (Tumeszenz). Die Schweißdrüsenwerden über zwei winzige Einschnitte mit speziellen Kanülen von der Unterseite der Haut entfernt und abgesaugt.