
Die Botox®-Map – Überblick über mögliche Anwendungsbereiche
Botox® (Botulinumtoxin) wird seit über 20 Jahren im ästhetisch-medizinischen Bereich eingesetzt, insbesondere zur Behandlung mimischer Falten wie Zornes- oder Stirnfalten. In den vergangenen Jahren hat sich das Spektrum möglicher Anwendungen erweitert.
Zu beachten ist, dass Botulinumtoxin nur für bestimmte Indikationen zugelassen ist. Viele der nachfolgend genannten Anwendungen erfolgen im sogenannten Off-Label-Use. Eine Anwendung außerhalb der zugelassenen Indikationen setzt eine individuelle ärztliche Beratung sowie eine umfassende medizinische Aufklärung voraus.
Art, Umfang und Dosierung einer Behandlung erfolgen stets individuell und ausschließlich nach ärztlicher Beurteilung. Ergebnisse können variieren. Ein natürlicher Gesichtsausdruck hängt maßgeblich von einer fachgerechten Anwendung und zurückhaltenden Dosierung ab.
Wie bei jeder Botox®-Behandlung sind ärztliche Erfahrung, präzise Anatomiekenntnisse, Vorsicht und eine maßvolle Dosierung entscheidend. Ein unnatürlicher „Frozen Look“ oder andere unerwünschte Ergebnisse entstehen nicht durch den Wirkstoff selbst, sondern durch eine unsachgemäße Anwendung.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über mögliche Einsatzbereiche, in denen Botulinumtoxin im Rahmen ärztlicher Behandlungen angewendet werden kann:
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Gummy Smile
Bei einem ausgeprägten Zahnfleischlächeln kann Botulinumtoxin in ausgewählten Fällen eingesetzt werden, um die Aktivität der hebenden Oberlippenmuskulatur zu reduzieren. Die Behandlung erfolgt mit sehr kleinen Mengen nach anatomischer Beurteilung.
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Kinnregion (Erdbeerkinn)
Eine unruhige Hautstruktur oder Dellenbildung im Kinnbereich kann mit einer erhöhten Muskelaktivität zusammenhängen. In solchen Fällen kann eine gezielte Muskelentspannung durch Botulinumtoxin erwogen werden.
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Kopfhaut (Blowtox)
Botulinumtoxin kann in bestimmten Fällen in die Kopfhaut injiziert werden, um eine verstärkte Schweißbildung oder Talgproduktion zu beeinflussen. Die Anwendung erfolgt individuell und nach ärztlicher Abwägung.
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Zähneknirschen (Bruxismus)
Bei ausgeprägtem Zähneknirschen kann eine Behandlung der Kaumuskulatur mit Botulinumtoxin Teil eines therapeutischen Gesamtkonzepts sein. Die Entscheidung erfolgt nach entsprechender Diagnostik.
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Hautbild, Akne, Poren
In sehr geringer und oberflächlicher Dosierung (z. B. glowLift/ Micro-Botox) kann Botulinumtoxin bei ausgewählten Patientinnen und Patienten eingesetzt werden, um die Talgproduktion zu beeinflussen. Eine Garantie für bestimmte kosmetische Effekte besteht nicht.
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Lip Flip
Beim sogenannten Lip Flip wird Botulinumtoxin in minimaler Menge im Bereich der Oberlippe angewendet. Ziel ist eine dezente Veränderung der Lippenform ohne Volumenaufbau. Die Wirkung ist individuell unterschiedlich.
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Hals- und Kinnlinie
Beim sogenannten Nofretete-Lift kann Botulinumtoxin in die oberflächliche Halsmuskulatur (Platysma) injiziert werden. Die Behandlung kann die Muskelspannung beeinflussen und wird individuell geplant.
Wichtiger Hinweis:
Die genannten Anwendungen stellen keine Heilversprechen dar. Nicht jede Behandlung ist für jede Person geeignet. Eine persönliche ärztliche Beratung sowie eine sorgfältige Aufklärung über Nutzen, Risiken und Alternativen sind Voraussetzung für jede Behandlung.


