Hautarztpraxis am Roseneck - Hyperhidrose

Hyperhidrose – übermäßiges Schwitzen

Schwitzen ist ein natürlicher und lebenswichtiger Vorgang des menschlichen Körpers. Es dient der Regulierung der Körpertemperatur bei körperlicher Anstrengung oder hohen Außentemperaturen. Von Hyperhidrose spricht man, wenn es zu übermäßigem Schwitzen ohne entsprechende körperliche Belastung oder Hitze kommt. Typisch sind starke Achselnässe oder sichtbare Schweißperlen auf Stirn, Händen oder Füßen. Ursache ist keine vermehrte Schweißproduktion aufgrund von Wärme, sondern eine Fehlsteuerung des vegetativen Nervensystems. Bereits kleinste Reize, Emotionen oder Stress können das Schwitzen auslösen oder verstärken. Für Betroffene stellt Hyperhidrose häufig eine erhebliche psychische Belastung dar. Sichtbare Schweißflecken in der Kleidung und damit verbundener Körpergeruch können das soziale und berufliche Leben stark beeinträchtigen.

 

Behandlungsmöglichkeiten bei Hyperhidrose

Botox®-Therapie – bewährter Goldstandard

Die Botox®-Behandlung gilt als eine der sichersten und effektivsten Therapien bei Hyperhidrose.

Wirkungsweise:

Botulinumtoxin hemmt gezielt die Nervenübertragung zu den Schweißdrüsen. Dadurch wird die Schweißproduktion im behandelten Areal deutlich reduziert.

Ablauf & Wirkung:

    • Oberflächliche Injektionen in den betroffenen Hautbereich
    • Wirkungseintritt nach ca. 3–5 Tagen
    • Wirkdauer in der Regel 6–8 Monate
    • Wiederholungsbehandlungen sind unbegrenzt möglich

Kosten

    • ab € 549 pro Sitzung (Achseln beidseitig

 

Radiofrequenz-Needling (RF-Needling / RFTT)

Das Radiofrequenz-Needling ist ein modernes, minimalinvasives Verfahren zur Behandlung der Hyperhidrose, insbesondere im Achselbereich.

 

Wirkungsweise

Feine, isolierte Nadeln (Fractora®micro-Pins coated) dringen kontrolliert in tiefere Hautschichten (Dermis und Subkutis) ein. An der Nadelspitze wird gezielt Radiofrequenzenergie abgegeben.

    • Thermische Schädigung der Schweißdrüsen bei ca. 67–69 °C
    • Zerstörung ekkriner und apokriner Schweißdrüsen
    • Schonung der Oberhaut durch isolierte Nadeln
    • Präzise, kontrollierte Behandlung

 

Kosten

    • ab € 675 pro Sitzung (Achseln beidseitig)
    • Für ein optimales und dauerhaftes Ergebnis sind 2–3 Sitzungen im Abstand von 4-6 Monaten erforderlich

 

Kostenübernahme

    • Gesetzliche Krankenkassen: keine Kostenübernahme (IGeL-Leistung)
    • Private Krankenversicherungen: mögliche Kostenübernahme abhängig vom individuellen Tarif

 

Alternative Therapien:

    • Aluminiumchlorid-Lösungen (topisch): häufig unzureichende Wirkung, Hautreizungen
    • Tabletten (Anticholinergika): ursprünglich für neurologische Erkrankungen
    • Nebenwirkungen: Mundtrockenheit, Sehstörungen, Müdigkeit
    • Einsatz nur in Ausnahmefällen sinnvoll
    • Operative Entfernung der Schweißdrüsen
    • Tabletten (Anticholinergika): ursprünglich für neurologische Erkrankungen

Bei dieser Methode werden die Schweißdrüsen chirurgisch entfernt, ähnlich einer Fettabsaugung.

 

Ablauf:

    • Durchführung in örtlicher Betäubung (Tumeszenzanästhesie)
    • Zwei kleine Hautschnitte
    • Absaugung der Schweißdrüsen mit speziellen Kanülen von der Unterseite der Haut

 

Empfehlung:

Für diese Form der Hyperhidrose-Behandlung empfehlen wir Patrick Sklomeit, MD – aesthmedic